Arthrose des Schultereckgelenkes:

 

Ursachen:

Die Arthrose des Schultereckgelenkes ist eine Erkrankung welche hauptsächlich ältere Patienten erleiden. Sie tritt schicksalhaft auf wie alle Arthrosen.

Selten ist eine alte Schultereckgelenksprengung verantwortlich für dieses Krankheitsbild. Bei einer jahrelang zurückliegenden Sprengung dieses Gelenkes mit einer Fehlstellung und einem Hochstand des äußeren Schlüsselbeinendes kommt es öfter zu einer Arthrose des Schultereckgelenkes.

 

Diagnose:

Bei der Untersuchung findet sich ein typischer Druckschmerz über dem Gelenk und oft ist dieses Gelenk auch verdickt. Das seitliche Anheben des Armes ist speziell im Endbereich sehr schmerzhaft. Der horizontale Abduktionstest (Führen des erkrankten Armes, wenn er auf 90 Grad angehoben wurde, an die gegenüberliegende Schulter) ist sehr schmerzhaft. Auf dem Röntgenbild sieht man gut die arthrotische Veränderung

(siehe Foto).

Therapie:

Zunächst sollte versucht werden die Schmerzen mit einer konservativen Therapie zu lindern. Hierzu werden dem Patienten entzündungshemmende Medikamente (z.B. Diclofenac, Indometazin,usw.) verordnet. Gleichzeitig erfolgt eine Injektionstherapie in das Schultereckgelenk mit Kortison oder homöopatischen Medikamenten

Ist hiermit keine ausreichende Beschwerdelinderung zu erreichen, steht eine operative Therapie an. Diese besteht im Entfernen des äußeren Schlüsselbeinendes.

Bewerkstelligen lässt sich diese Therapie als offene Operation mit einem Schnitt über dem Schultereckgelenk oder als endoskopische Operation mit einer Optik, wie sie auch bei arthroskopischen Operationen am Kniegelenk verwendet wird, und mit einer kleinen Weichteil- und Knochenfräse (siehe Skizze).

Die postoperative Behandlung besteht in physiotherapeutischen Maßnahmen mit Krankengymnastik und Strombehandlungen.